Unsere Töpferwerkstatt

Bereits in den achtziger Jahren hat der damalige Pastor Haake die Töpferwerkstatt ins Leben gerufen. Die Resonanz war so groß das auch zeitnah ein Brennofen angeschafft wurde, um die gefertigten Stücke nicht anderweitig brennen zu müssen.

Der Brennofen erreicht 900 – 1040 Grad erklärt Ute Wiegand-Schmidt, die Leiterin des Kurses. Diese Temperaturen sind notwendig um die bereits vorgetrockneten Stücke richtig durchzuhärten. Alle Stücke sind handgefertigt und Unikate. An einer Drehscheibe wird nicht gearbeitet.  

Heute Abend möchte Frau Hecht eine neue Stockfigur für ihren Garten  beginnen, ein „lustiges“ Huhn. Dazu „schlägt“ sie erst einmal den Ton weich. Immer feste auf den Boden. Sie hat weißen Ton ausgewählt, es wird aber auch roter und brauner Ton verarbeitet. Die anderen Teilnehmer arbeiten währenddessen an ihren bereits begonnenen Stücken weiter.

Nachdem der Ton ihr weich genug erscheint, bearbeitet sie den Ton mit einem Nudelholz um ihn anschließend  über eine Schale zu legen, dieses macht sie 2x um die beiden Halbkugeln dann als Ganzes zusammenzufügen und zu einer Kugel zu formen. Dieses dauert ziemlich lange, doch endlich ist Frau Hecht zufrieden. Danach beginnt sie mit dem Kopf. Ein oder zwei Abende werden noch vergehen bis das Huhn zum Brennen fertig ist. Nach dem Rohbrand, der einige Stunden dauert, und dem vollständigen Erkalten der Stücke erfolgen das Glasieren und der Glasurbrand.

Nebenbei erfahre ich, dass die Teilnehmer aber nicht nur Stücke für den Eigenbedarf fertigen, nein, es werden auch Keramiken für das Gemeindefest und den Weihnachtsmarkt getöpfert. Im Trend liegt zurzeit die Gartenkeramik.

Im Kurs finde ich im Übrigen jede Altersgruppe vor. Ganz nebenher wird geklönt und sich über Dies und Dass unterhalten. Die Zeit vergeht wie im Flug, und gegen 22.00 Uhr werden die Stücke wieder feucht verpackt, alles aufgeräumt und wir verlassen das Pfarrhaus. Ich bin natürlich wiedergekommen, denn ich wollte unbedingt den Fortschritt des „lustigen Huhnes“ verfolgen.

Kontakt: Ute Wiegand-Schmidt Tel: 9205

Treffpunkt: Pfarrhaus Rethmar jeden Dienstag um 19:30 Uhr

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