Kitas systematisieren ihre Qualitätsentwicklung

Einführung des Qualitäts-Management-System-Kindertagesstätten (QMSK®) im Kirchenkreis

Claudia Costa von der Kita-Fachberatung beim Diakonischen Werk in Niedersachsen führt in das Thema ein. Foto: Stefan Heinze
Claudia Costa von der Kita-Fachberatung beim Diakonischen Werk in Niedersachsen führt in das Thema ein. Foto: Stefan Heinze

Angesichts der zunehmenden inhaltlichen, organisatorischen und pädagogischen Anforderungen an die Mitarbeitenden in Kindertagesstätten führt der Ev.-luth. Kirchenkreis Burgdorf in seinen Kitas ein "Qualitäts-Management-System-Kindertagesstätten" (QMSK®) ein. Bei der Auftaktveranstaltung im Gemeindezentrum der Burgdorfer St.-Pankratius-Kirchengemeinde an der Lippoldstraße referierte jetzt Claudia Costa von der Kita-Fachberatung beim Diakonischen Werk in Niedersachsen für die pädagogischen Fachkräfte in den Kitas über die Grundlagen des QMSK®.

Claudia Costa warb dafür, sich auf den Prozess QMSK® einzulassen. Eine systematische Qualitätsentwicklung, die alle Prozesse und Strukturen der einzelnen Einrichtungen beschreibe und weiterentwickele, solle zum Ziel haben, dass Leitung und Mitarbeitende jeder Kindertagesstätte wissen, wo und wofür sie stehen, sagte die Fachberaterin. Sie ging auf die sieben Grundsätze von Qualitätsmanagementsystemen ein und machte deutlich, dass die "Kunden" der Kindertagesstätten die Kinder und deren Familien seien. Hier sei auch der Bogen zu den Grundsätzen der Landeskirche für die Evangelischen Kindertagesstätten zu sehen: "Das Kind im Mittelpunkt".

Das Gesamtkonzept "Qualitäts-Management-System-Kindertageseinrichtungen" (QMSK®) ist eine Entwicklung des Diakonischen Werkes in Niedersachsen. Dabei werden die Grundlagen, Prozesse und Strukturen aller Arbeitsbereiche in der Kita gemeinsam mit dem Träger, also dem Kirchenkreis Burgdorf, der Kita-Leitung und den Mitarbeitenden beschrieben, eingeführt und weiterentwickelt.

Binnen eineinhalb Jahren wird der Kirchenkreis Burgdorf in acht zweitägigen Seminar-Bausteinen, sowie weiteren Fortbildungen und Fachtagen zu Einzelthemen mit seinen derzeit 10 Kindertagesstätten in Burgdorf, Lehrte und Sehnde das Qualitätsmangement-System einführen und ein Qualitätshandbuch erarbeiten.
Inhalte der Bausteinreihe sind u.a. die Konzeption, Qualitäts-und Personalentwicklung, Pädagogische Kernprozesse, Bildungs-und Erziehungspartnerschaft. Aber auch die Themen Sicherheit, Brandschutz und Hygiene sollen prozesshaft betrachtet und verbindlich geregelt werden.

"In den Leitungskonferenzen haben wir bereits einige verbindliche Regelungen wie zum Beispiel einen Notfallplan erarbeitet. QMSK dient letztlich dazu, dass solche gemeinsam festgelegten Abläufe und Prozesse uns die tägliche Arbeit erleichtern und die Kitas in der Trägerschaft des Kirchenkreises noch weiter zusammenrücken", sagt die Pädagogische Leitung der Kindertagesstätten im Kirchenkreis Burgdorf, Birgit Meinig.

Superintendentin Sabine Preuschoff eröffnete die Auftaktveranstaltung mit einer Andacht. "QMSK ist und bleibt eng an die Arbeit gebunden. Verbessert und strukturiert unser Tun in den Kitas. Klärt Abläufe und sorgt für Transparenz", sagte die Superintendentin. „Es ist, davon bin ich fest überzeugt, etwas Gutes – für unsere Arbeit und damit für uns und für die Menschen, die uns anvertraut sind", sagte die Superintendentin.
Perspektivisch schafft "QMSK®" sowohl die Voraussetzungen für die Erlangung des Evangelischen Gütesiegels der Bundesvereinigung ev. Tageseinrichtungen für Kinder (BETA), als auch für den Erwerb des "Diakonie-Siegels Kita", verbunden mit einer externen Zertifizierung nach DIN EN ISO.

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